Weihnachtsgrüße aus East London

Weihnachtsgrüße aus East London

Weihnachtsschmuck bei Sommertemperaturen

Tabea Kark hat Linden gegen East London getauscht

Hallo oder Hello, Molo, Sawubona: Mein Name ist Tabea Karg, ich bin 18 Jahre alt und komme ursprünglich aus Hannover-Linden. Im Sommer dieses Jahres habe ich mein Abitur gemacht und lebe nun für ein Jahr in Südafrika, genauer gesagt in der Stadt East London.

East London hat rund 267.000 Einwohner und liegt an der Ostküste. Hier absolviere ich einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Bereich Sport, der dank meiner vielen Spender möglich geworden ist. Die Provinz Eastern Cape und das Bundesland Niedersachsen haben eine Partnerschaft, sodass jedes Jahr Freiwillige aus ganz Niedersachsen über das Programm „weltwärts“ ins Eastern Cape geschickt werden, unter anderem vom Allgemeinen Sportclub Göttingen von 1846, meiner Endsendeorganisation.

Ich wohne mit sechs anderen Freiwilligen in einer Wohngemeinschaft und arbeite im East London Child and Youth Care Centre. Dies ist ein Kinder- und Waisenheim. Am Morgen unterstütze ich mit meiner Projektpartnerin die Lehrerin der Pre-School, die elf Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren besuchen. Am Nachmittag gestalten wir das Programm für eine Unit, die 17 Kinder umfasst. Wir machen Spaziergänge, sind für den Transport der Kleinen zuständig, malen, basteln, spielen Karten, geben Hausaufgabenhilfe und unternehmen Ausflüge. Außerdem bringen wir die Kinder zum Judo, Reiten und Squash. Über meine Erfahrungen und meine Zeit hier in Südafrika berichte ich auch in meinem Blog https://tabby-ka.wixsite.com/tabeagehtweltwaerts.

 Gerade jetzt in der Adventszeit merke ich, wie anders es hier ist. Anstelle von Kälte, Schnee, dicken Wintermänteln und heißem Kakao scheint die Sonne, und es herrschen Temperaturen von durchschnittlich 20 Grad Celsius. Natürlich gibt es nun überall Weihnachtsschmuck zu kaufen, dennoch wirkt es auf mich ein wenig absurd, weil hier Sommer ist. Was ich besonders vermisse, ist der Adventskalender meiner Mutter, Zeit mit der Familie zu verbringen beim gemeinsamen Kaffeetrinken an den Adventssonntagen und generell die Weihnachtsstimmung. Heiligabend verbringen die anderen Freiwilligen und ich zu Hause. Wir schmücken das Haus, bereiten das Weihnachtsessen vor, gehen abends in die Kirche, und die Bescherung darf natürlich auch nicht fehlen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag begebe ich mich mit zwei anderen Freiwilligen auf eine zehntägige Reise, die uns mit ein paar Zwischenstationen nach Kapstadt führt. In Kapstadt verbringen wir dann Silvester.

Mit meiner Familie und mit meinen Freunden kommuniziere ich viel über WhatsApp und Skype. An dieser Stelle möchte ich ganz herzlich meine Mama, meinen Papa, meinen Bruder, meinen Freund Finn, meine Freundinnen Annika und Mariana und meine zahlreichen Spender grüßen. Vielen Dank! Ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Ich wünsche Euch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Tabea Kark

Ähnliche Artikel