Weihnachten mit Kindern – Ideen für die Weihnachtstage © depositphotos.com/ beatabecla

Weihnachten mit Kindern – Ideen für die Weihnachtstage

Gerade für Kinder ist Weihnachten ein besonders magisches Fest, an dem die ganze Familie zusammenkommt, Geschenke verteilt werden, ein leckeres Festmahl serviert wird und sich besonders viel Zeit füreinander genommen wird. Gerade weil Weihnachten bei Kindern so beliebt ist und jedes Jahr sehnlichst herbeigewünscht wird, geht es in der Weihnachtszeit und in den Wochen davor jedoch meist sehr stressig zu. Während Eltern sich meist Harmonie und Entspannung wünschen, so sind Kinder nun in der Regel sehr aufgeregt, freuen sich und werden nicht zuletzt auch stark durch weihnachtliche Fernsehwerbung und den generellen Weihnachtstrubel in der Stadt geprägt. Hinzu kommt außerdem die ganze Organisation, damit die Weihnachtstage ein Erfolg werden und alle Familienmitglieder Spaß haben. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, um dennoch ein wenig Ruhe und Frieden in dieser stressigen Zeit zu finden:

Kindern Freiräume gönnen

Insbesondere Teenager sollten in der Weihnachtszeit nicht zu ihrem Glück gezwungen werden – statt einer ständigen Anwesenheitspflicht ist es daher wichtig, dass die Kids gerade zu Weihnachten Ruhepole und Freiräume finden. Um beispielsweise vor der Bescherung noch etwas abzuschalten und herunterzukommen, kann es helfen den Baum zu schmücken oder vor dem Fest noch einmal gemeinsam raus und eine Runde in der kühlen Abendluft spazieren zu gehen. Wer die Kinder hingegen zum klassischen Blockflötenkonzert oder einer Gedichtrezitation zwingt, obwohl diese absolut keine Lust darauf haben, gefährdet schnell den Frieden des Abends.

Keine Konflikte aufkommen lassen

In einer großen Familie gibt es stets das eine oder andere Problem und ein Missverständnis kann nicht selten zu einem handfesten Streit werden. An Feiertagen wie Weihnachten, wenn die ganze Familie beisammensitzt und schwelende Konflikte wieder ans Tageslicht kommen könnten, sollten sich aber insbesondere die Erwachsenen zurücknehmen und ihren Ärger für ein paar Tage vergessen – und sei es auch nur, damit die Kinder ein schönes Weihnachtsfest haben.

Ideen für einen gelungenen Weihnachtstag

Es gibt viele Möglichkeiten, die Weihnachtstage interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Das kann beispielsweise der Besuch in der Kirche beim Krippenspiel sein, aber auch ein gemeinsamer Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit Leckereien, heißem Kakao und Fahrgeschäften lässt Kinderherzen höher schlagen. Wichtig ist vor allem, dass es um das Beisammensein geht, zudem hilft es den Kids, wenn sie wie auch an ganz normalen Tagen ein gewisses Muster, etwa ganz typische Weihnachtsrituale, zur Orientierung haben.

Baum schmücken

Der Weihnachtsbaum macht jedes Jahr aufs Neue viel Arbeit, sei es der Kauf, der Transport, das Aufstellen oder das Schmücken. Gerade bei letzterem haben Kinder jedoch meist sehr viel Spaß und können sich kreativ austoben. Dementsprechend sollte der Nachwuchs also auf jeden Fall etwas mithelfen dürfen, selbst wenn dabei vielleicht eine Christbaumkugel zu Bruch geht – dafür kommen Weihnachtsstimmung und Familiengefühl auf.

Spielerische Bescherung für die Kids

Die Bescherung ist das Highlight des Weihnachtsabends, dafür aber auch sehr schnell vorbei. Wer länger etwas vom Geschenkeauspacken haben will und dabei auch noch für Spaß bei den Kids sorgen möchte, der kann zu einem Auspackspiel greifen. Hierbei kommt beispielsweise ein Würfel zum Einsatz und nur bei einer 6 darf ausgepackt werden, eine andere Möglichkeiten wären hingegen Rätsel für jedes Geschenk, ohne deren Lösung das Paket verschlossen bleiben muss.

Weihnachtliches Basteln

In der gemütlichen Weihnachtszeit sollte auch das Basteln nicht zu kurz kommen, sofern der Nachwuchs daran Spaß hat. Ob klassischer Weihnachtsstern für das Fenster, eine ganze Weihnachtslandschaft für die Kommode oder ein selbstgemachter Weihnachtskalender – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Kekse backen

Auch beim Kekse backen haben Kinder für gewöhnlich sehr viel Spaß, wenngleich die Eltern natürlich ein wachsames Auge auf die Kleinen haben sollten, wenn mit Hitze oder scharfen Gegenständen gearbeitet wird. Ein ganz besonderes Erlebnis stellt ebenfalls der Bau eines Lebkuchenhauses dar, welches sich im Nachhinein auch toll als Geschenk für die Großeltern macht.

Geschenke zu Weihnachten

Während für den einen das Zusammentreffen der Familie im Fokus steht, so freuen sich andere vor allem über die große Bescherung, allen voran sicherlich die Kinder. Die Geschenke zu Weihnachten runden den Abend ab und können im Idealfall für große Freude sorgen, im schlimmsten Fall kann die Bescherung aber auch nach hinten losgehen, denn ein falsches Geschenk kann den Beschenkten auch kränken. Wichtig ist dabei vor allem die Botschaft, die das Geschenk transportiert, diese sollte besagen: „Ich mag dich, du bist mir wichtig, ich weiß, worüber du dich freust.“

Bereits bei Zwei- bis Dreijährigen kommt diese Botschaft an und sorgt für Freude, wer Kinder hingegen mit Geschenken überhäuft, kann diese schnell überfordern und sollte sich im Nachhinein nicht mehr darüber wundern, dass die Freude sich bei so viel Auswahl in Grenzen hält. Idealerweise sollten Kinder nur so viele Geschenke erhalten, wie sie im Nachhinein auch noch aufzählen können. Übrigens wurde bereits vor einigen Jahren in einer Studie herausgefunden, dass allein der Anblick von Geschenkpapier bereits freudig stimmt – ein schön eingepacktes Präsent sorgt also für gute Laune und Hochgefühle. Grund dafür sind die Botenstoffe Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin, außerdem werden körpereigene Opiate ausgeschüttet und Stresshormone gleichzeitig abgebaut.

Fließen bei den Kleinsten aber dennoch einmal die Tränen, weil das richtige Geschenk nicht dabei war, so sollten Eltern ihren Nachwuchs trösten, in den Arm nehmen und möglichst schnell ablenken. Kinder können bekanntlich schnell bitterlich enttäuscht sein, wenn einer ihrer Geschenkwünsche nicht in Erfüllung gegangen ist. Oft steckt dahinter jedoch auch ein anderer Grund, beispielsweise der, dass das Kind sich zurückgesetzt fühlt und entsprechend mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte.

Wunschzettel = Bestellschein?

Ein Wunschzettel ist eine schöne und praktische Sache, denn das Aufschreiben der eigenen Wünsche bereitet den Kindern Freude und Eltern wissen, was sie ihrem Nachwuchs schenken können. Trotzdem sollte bereits von Anfang an klar sein, dass ein Wunschzettel keinesfalls ein Bestellschein ist. Stattdessen lernen Kinder im Idealfall auf diese Weise, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann, sie trainieren hierbei auch den sogenannten Bedürfnisaufschub. Und auch wenn es klischeehaft klingen mag: Letztendlich sind Geschenke doch vor allem dann am schönsten, wenn Kinder diese um ihrer selbst willen bekommen und es dabei nicht um Leistung oder Wechselseitigkeit geht.

Ähnliche Artikel